28.12.2011 0
Thema Bauprojekte: Nicht eine, nicht zwei - drei Tramlinien sollen einmal dabei helfen, den Verkehr in der Großstadt zum Fließen zu bringen
Nizzas Tram - hochmodern und umweltfreundlich
Seit genau vier Jahren rollt mittlerweile die Tram der Linie eins U-förmig mit überwältigendem Erfolg durch die Stadt, nun sollen eine zweite und – später – sogar dritte das Streckennetz komplettieren.
Linie zwei wird in Ost-West-Richtung vom Hafen bis zum Flughafen führen; die spätestens für 2030 vorgesehene Linie drei vom Bahnhof Saint-Augustin nordwärts durch die Var-Ebene bis Nizza-Lingostière.
Für Mitte kommenden Jahres ist der Baubeginn der Linie zwei geplant, zunächst mit Arbeiten an unterirdischen Haltestellen und dem Tunnel. Fahrgäste werden auf der 11,3 Kilometer langen Strecke mit 19 Haltestellen an so stark frequentierten Orten wie dem Hafen, Flughafen, Präfektur, Bürokomplex L’Arénas, Krankenhaus Lenval und Konzertarena Nikaia aber wohl nicht vor 2017 befördert werden. Die Fahrtzeit vom Hafen bis zum Flughafen dürfte runde 20 Minuten betragen. Kostenpunkt der Linie zwei: geschätzte 760 Millionen Euro.
Die Linie drei schließlich wird, so der heutige Stand der Planung, 7,7 Kilometer lang sein und über 13 Haltestellen verfügen. Ebenfalls noch in ferner Zukunft liegt die Verlängerung der Linie eins im Nordosten um 4,3 Kilometer bis nach La Trinité sowie eine 6,4 Kilometer umfassende Verlängerung der entstehenden Linie zwei westwärts, vom Flughafen bis Cagnes-sur-Mer.
Knotenpunkt Saint-Augustin
Drehkreuz des Verkehrskonzepts der Zukunft wird der neue Bahnhof in Nizza-Saint-Augustin. Auf dem Gelände der Großmarkthallen MIN (die weiter nördlich ins Eco Vallée ziehen) soll bis 2016 ein hochmoderner Knotenpunkt für Tram, Busse, Züge inklusive LGV, aber auch Leih-Fahrräder (Vélo Bleu) und Elektro-Wagen (Auto Bleue) entstehen. Bis 2023 wird mit jährlich zehn Millionen Fahrgästen gerechnet. Der Baubeginn in Saint-Augustin ist für 2013 geplant.
Nächsten Samstag: Die Seilbahn in Grasse
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