07.01.2012 0

Thema Bauprojekte: Nizza, Cannes und Monaco rüsten mächtig auf in Sachen Krankenversorgung

Krankenhäuser der Côte - Revolution im Gesundheitswesen

Auch die Gesundheitsinfrastruktur zählt zu den Schwerpunkten innerhalb der Mega-Bau-Maßnahmen zwischen Marseille und Menton. Cannes hat bereits sein neues, hochmodernes Krankenhaus eröffnet, Nizza plant mit dem im Bau befindlichen Pasteur II Frankreichs größtes Hospital, und in Monaco sind endlich die technischen und finanziellen Details des neuen Princesse Grace-Hospitals abgesteckt.

pasteur
Ein Blick auf das Hôpital Pastuer II nach seiner Fertigstellung, die noch bis 2014 dauern wird. Copyright: VINCI Construction France 2009

Cannes
Das in sieben Jahren Bauzeit entstandene neue Centre Hospitalier de Cannes an alter Stelle (50 000 Quadratmeter neu, 6000 renoviert) verfügt über mehr als 800 Betten, 80 Prozent davon in Einzelzimmern, und eine zeitgemäße technische Ausstattung. Optimiert wurde in dem größten Krankenhauskomplex im westlichen Teil der Alpes-Maritimes unter anderem die Notfallversorgung, während sämtliche Abteilungen besser aufeinander abgestimmt arbeiten können. Kosten: knapp 230 Millionen Euro.

Weitere Zahlen: 1800 Angestellte, darunter 1095 Krankenschwestern und Pfleger und 226 Ärzte; 900 Parkplätze.

Nizza
Nizzas ambitioniertes Projekt Pasteur II wird mehr als 300 Millionen Euro kosten und soll einst Frankreichs größtes Krankenhaus sein mit Spezialabteilungen unter anderem für Krebs, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Urologie und Neurowissenschaften. In direkter Zusammenarbeit mit der Universität ist zudem ein Forschungszentrum geplant.

Das am Standort des aktuellen Pasteur-Krankenhauses entstehende Hospital wird die Aufgaben des Saint-Roch-Krankenhauses mit übernehmen, das dann geschlossen wird. Die Mehrzahl der rund 730 Betten wird in Einzelzimmern stehen; 730 000 Patienten pro Jahr plus Notfälle können behandelt werden.

Bis Mitte 2013 soll der erste Bauabschnitt abgeschlossen sein, das Gesamtprojekt bis März 2014.

Monaco
Monacos teuerstes Bau-Projekt ist mit geschätzten 560 Millionen Euro das neue Princesse-Grace-Krankenhaus (CHPG) – obwohl es im Vergleich zu früheren Plänen deutlich abgespeckt wurde: statt 482 soll es nun 409 Betten geben (nur sechs mehr als aktuell), die Mehrzahl aber dennoch, wie vorgesehen, mit Meerblick.

Den neuen Plänen entsprechend wird das CHPG östlich des jetzigen Krankenhauses entstehen; vom ursprünglichen Design mit spektakulärer Glasfront bleiben nur Teile erhalten. Baubeginn ist 2014, die erste Phase soll 2021 abgeschlossen sein, das Gesamtprojekt 2025.

Nächsten Samstag: Der Tunnel nach Toulon...

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