10.05.2011 1

Monaco: Schon seit Ende April ist das Fürstentum in Aufruhr

Die Vorbereitungen für den Grand Prix von Monaco laufen auf Hochtouren

Vom Parcours selbst bis zum Internetcountdown - an jeder nur erdenklichen Stelle wird organisiert und präpariert: In nicht einmal mehr 20 Tagen findet der Grand Prix von Monaco statt. Doch schon seit Wochen laufen die Vorbereitungen, um das Formel-1-Rennen für Sportler und Zuschauer zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.

Der Parcours in Monaco ist eng und gefährlich - da wird nichts dem Zufall überlassen. Copyright: Rainer W. Schlegelmilch
Der Parcours in Monaco ist eng und gefährlich - da wird nichts dem Zufall überlassen. Copyright: Rainer W. Schlegelmilch

Wie so oft gilt auch bei diesem international bedeutenden Ereignis: Gute Vorbereitung ist alles! Das betrifft nicht nur die Rennfahrer selbst, sondern das gesamte Drumherum: die Überarbeitung der Rennstrecke, das Personal, Anreisemöglichkeiten, Internet-Zugang auf dem Renn-Terrain, die Organisation ausreichender Schauplätze…


Fit für das Rennen: Piloten, Schiedsrichter und der «Circuit»
Auch die Schiedsrichter trainieren für das Riesen-Event: Am 16. und 17. April nahmen an die 600 ehrenamtliche Kampfrichter an einer Fortbildung im Stadtteil Fontvieille teil. Angeleitet von Feuerwehrmännern wurden Ernstfälle wie zum Beispiel die Evakuierung eines Rennautos oder das Löschen von Bränden geübt.

Die Vorbereitung von Sportlern und Schiedsrichtern ist jedoch noch nicht alles: Ein hohes Maß an Zeit und Arbeit wird in den Parcours, die Tribünen und die öffentlichen Verkehrsmittel für Zuschauer investiert. Für das große Renn-Spektakel am 29. Mai haben die Arbeiten an dem «Circuit de Monaco» schon Ende April begonnen. Die gesamte Strecke wird neu befestigt, damit die Straße so sauber und ebenmäßig wie möglich ist. Meist wird nachts gearbeitet, um den Verkehr tagsüber nicht zu behindern. Allein die Erneuerung und Aufbesserung der 3,34 Kilometer langen Fahrbahn dauert ungefähr eine Woche.

Außerdem werden sämtliche Verkehrsschilder entfernt und durch Formel-1-Markierungen ersetzt. Das bedeutet, dass für ungefähr einen Monat weder Parkplätze noch Zebrastreifen, Bus- oder Fahrspuren gekennzeichnet sind. Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten aber trotz allem.

Für das Wohl der Schaulustigen ist gesorgt
Schließlich werden die Zuschauertribünen und Banden aufgebaut. Die Tribünen, die sich zum Teil unmittelbar an der Rennstrecke befinden, sind aber nicht die einzige Möglichkeit, den Grand Prix anzuschauen. Restaurants, Unternehmen und auch Anwohner vermieten Balkone und Zimmer mit einer einzigartigen Sicht auf den berühmten «Circuit». Das «Café de Paris» (Place du Casino) zum Beispiel bietet einen Blick auf die Passage zwischen Massenet und Mirabeau, das «Port Palace Hotel» (7 Avenue Kennedy) auf den Hafen. Weitere Restaurants, Hotels und Cafés mit Aussicht sind unter www.monaco-iq.com aufgelistet.

Für die Anwohner wird es allerdings während des letzten Maiwochenendes ein wenig unangenehm: Ab 7 Uhr morgens (am Samstag bereits ab 6 Uhr) sind die Straßen, auf denen das Rennen stattfindet, gesperrt. Lediglich mit Ausweis oder Arbeitsgenehmigung können Anwohner oder Arbeitnehmer die Sicherheitskontrollen passieren. Auch für Bootsbesitzer gestalten sich die Grand-Prix-Tage komplizierter. Diejenigen, die nur gelegentlich am Hafen von Monaco anlegen, müssen in dieser Zeit noch draufzahlen: Am Tag des Rennens (29. Mai) kostet ein Platz am Quai des États-Unis 70 Euro.

Auf der Homepage des Grand Prix www.monaco-grand-prix.com läuft ein Countdown, der täglich anzeigt, wie viele Tage noch bis zum lang ersehnten Autorennen bleiben. Unter der gleichen Adresse können auch die Tickets bestellt werden – rechtzeitiges Reservieren wird dringend empfohlen.

Tradition trifft Weltneuheit
Auch zum diesjährigen Grand Prix wird wieder getaucht: 2006 holte der monegassische Freitaucher Pierre Frolla zum ersten Mal die schwarz-weiß karierte Zielflagge aus dem Wasser, nachdem sie zuerst dort versenkt wurde. Dieses Jahr wird er die Fahne erneut aus über 60 Meter Tiefe bergen. Fürst Albert II., die besten Spieler der Monaco Tennis Open und auch die Renn-Teams des Grand Prix werden auf der Flagge unterschreiben. Das signierte Stück wird anschließend versteigert. Der Erlös geht an die Organisation «Peace and Sport», die diesen für charitative Zwecke einsetzt.

Für eine Weltneuheit hingegen sorgt die Telefongesellschaft «Monaco Telecom» in Zusammenarbeit mit dem «Automobile Club de Monaco»: Der komplette Parcours wird mit kostenlosem W-Lan ausgestattet, das Journalisten und Fotografen mit einem Zugangscode nutzen können. So können Bilder und Berichte sofort übertragen werden.

kea

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Kommentare

Kommentar von Jan Harlich | 17.05.2011

Monaco wird wieder im Ausnahmezustand sein. Ich freue mich...

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