20.11.2009 0

Monaco: Das war der Nationalfeiertag im Fürstentum

Rot-weiße Fahnen und brombeerfarbene Kostüme

Es ist einer der großen Höhepunkte des Jahres im Zwergstaat. Wenn am 19. November der Namenstag Rainiers III. zelebriert wird, zeigt sich die gesamte Fürstenfamilie bei Marschmusik und Militärparaden der Öffentlichkeit und lässt sich vom monegassischen Volk feiern. Doch der Auftritt der Grimaldis wirkte in diesem Jahr etwas traurig: Weder Caroline von Hannover noch Albert von Monaco waren zu den Feierlichkeiten in Begleitung ihrer Partner erschienen.

Fürstenfamilie am Fenster
Traditionsgemäß zeigten sich die Grimaldis gegen Mittag ihren Untertanen. Copyright: Charly Gallo Centre de Presse

Ein wenig verspätet fuhren die von einer Motorradeskorte begleiteten Limousinen der Grimaldis am Morgen zur traditionellen Messe in der Kathedrale «Notre-Dame-Immaculée» vor. Die Soldaten standen wie immer Spalier, als der Fürst – gefolgt von seinen beiden Schwestern – die Stufen zum Gotteshaus bestieg. Mit dem Einsetzen des Orgelspiels, schlossen die Türen der Kapelle für eine Stunde.

Anschließend führte der Weg des «Fußvolks» durch die engen, feierlich geschmückten Straßen der Altstadt hin zum Vorplatz der Fürstenresidenz. Die weibliche High-Society machte mit extravaganten Hüten und Accessoires in den monegassischen Landesfarben, Rot und Weiß, auf sich aufmerksam. Auffallend außerdem in diesem Jahr, wie viele Damen sich für den Anlass in brombeerfarbene Kostüme geworfen hatten. Ihre männlichen Begleiter erschienen zumeist schlicht im dunklen Anzug.

Bei den großen Feierlichkeiten rund um den Palast zeigten sich die Geschwister Caroline, Albert und Stéphanie in trauter Einheit am Balkon des Schlosses. Während sich Carolines Ehemann Prinz Ernst August von Hannover nicht blicken ließ, winkten die vier Kinder der 52-Jährigen vom anderen Palastfenster. Charlotte, Pierre, Andrea und Nesthäkchen Alexandra zeigten sich sichtlich erfreut, dass die Beiträge des Militärorchesters so modern wie nie zuvor waren. Das Ensemble verblüffte sowohl Fürstenfamilie als auch Zuschauermenge unter anderem mit einer jazzigen Version der «Ode an die Freude». Auch Ludwig van Beethoven hätte daran Gefallen gefunden.

Nach den obligatorischen «Hip, hip, hip... Hurra»-Rufen verschwand die Fürstenfamilie vom Fenster. Der Tag war für sie damit aber noch längst nicht beendet. Am Abend galt es die monegassische Opernsaison zu eröffnen. Bei einer glanzvollen Aufführung von Puccinis «Turandot» betraten allerdings nur Albert und Caroline die Ehrenloge.

Da wurde es fast zur Nebensache, dass der Fürst wieder einmal nicht in Begleitung von Langzeitfreundin Charlene Wittstock erschienen war. Optimisten hatten gehofft, dass sich Albert II. erstmals mit der schönen Blondine zum Nationalfeiertag am Palastfenster zeigen und vielleicht sogar eine Verlobung verkünden werde. Fehlanzeige.

Eine Fotoauswahl zum Nationalfeiertag finden sie auf unserer Internetseite unter «Bildergalerien».

C.D.

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