01.10.2011 0

Kolumne: Unter uns gesagt

Werbung für Ärzte?

Verdacht auf Herzinfarkt, hohes Fieber oder Zahnprobleme – regelmäßig fragen uns unsere Leser um Rat, wenn sie in Not sind. Ist ja auch normal bei einer Service-Zeitung wie der RCZ. Vor allem, wenn es um die Gesundheit geht, ist man dankbar für Ärzte, die die eigene Sprache sprechen.

Offensichtlich? Scheinbar nicht. Jedenfalls nicht für die nationale Zahnarztkammer der Alpes-Maritimes.

Seit Jahren versucht sie, uns einen Maulkorb umzuhängen. Sobald wir über die Neueröffnung internationaler Praxen oder deutsch- und englischsprachige Mediziner berichten, ist der große Hund los: Die betroffenen Ärzte werden vorgeladen, als wären sie eines schweren Vergehens beschuldigt, es droht die Lizenzentziehung.

Die ehrwürdige Institution stützt sich auf Vorgaben aus dem Zweiten Weltkrieg, die es Zahnärzten verbietet, Werbung für ihre Qualifikationen zu machen. Und dazu gehört wohl auch das Sprechen ausländischer Sprachen.

Das Beharren auf ein solches Herrschaftswissen scheint im Zeitalter der neuen Technologien ein Absurdum. Mein Tipp: Holen Sie sich die Ihnen zustehenden Informationen einfach auf unserer Webseite www.rivierazeitung.com oder rufen Sie uns an. Denn so leicht lassen wir uns nicht den Mund verbieten.

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