05.10.2010 0

Italienische Riviera: Ligurien wurde am Montag von schweren Unwettern heimgesucht

Straßen und Flughafen überflutet

Durch 300 Millimeter Regen kam es gestern in den Provinzen Savona und Genua zu verheerenden Überschwemmungen. Am schlimmsten betroffen war der Ort Varazze. Todesopfer wurden nicht gemeldet, jedoch ist der Sachschaden erheblich. Zahlreiche Menschen konnten sich nur mit knapper Not vor den Naturgewalten retten. Ein Großvater und seine dreijährige Enkelin galten zunächst als vermisst, meldeten sich dann aber wohlbehalten bei den beunruhigten Eltern der Kleinen. Sie hatten Unterschlupf bei Freunden gefunden, konnten aber nicht telefonieren, weil zeitweise alle Telefonverbindungen unterbrochen waren.

Schwere Unwetter
Starke Regenfälle von mehr als 30 Zentimeter Niederschlag in nur zwei Stunden überschwemmten viele Ortschaften wie hier in Varazze

In Cogoleto wurde eine Mutter mit ihrem dreijährigen Kind vom Fluss Lerone weggerissen. Beide konnten ebenfalls von den unermüdlichen Feuerwehrleuten gerettet werden. In mehreren Gemeinden blieben die Schulen auch heute geschlossen.

Die Autobahn A10 zwischen Savona und Genua wurde wegen Erdrutschen stundenlang geschlossen, mehrere Straßen mussten wegen der Überschwemmungen gesperrt werden, einige wurden von der Schlammwelle völlig verschluckt. Der Zivilschutz verlängerte den Schlechtwetteralarm für die Region bis Dienstag. Der Flughafen Genua wurde wegen der schlechten Wetterbedingungen geschlossen. Mehrere Flüge mussten nach Pisa und Nizza umgeleitet werden. Auch beim Bahnverkehr kam es zu erheblichen Behinderungen.

Zur Bildergalerie "Flut in Ligurien" gelangen Sie hier.

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