10.02.2012 0

Immobilien: Eine Serie stellt Traum-Objekte zwischen Nizza und Ventimiglia vor

Belle Epoque in Beaulieu

In der RCZ-Serie «Traum-Immobilien» stellt Carolyn Reynier monatlich einen der Orte zwischen Nizza und der italienischen Grenze vor. Im Fokus: Immobilienpreise und -Verfügbarkeiten sowie Insider-Tipps für künftige Besitzer. Diesen Monat: Beaulieu-sur-Mer.

Beaulieu
Renoviertes Drei-Zimmer-Appartement (97 qm) im Bristol in Beaulieu. Kostenpunkt: 1,28 Millionen Euro

Beaulieu-sur-Mer mit seinen hübschen Belle-Epoque-Villen wird von Maklern in vier Bereiche unterteilt. Zunächst ist da das Zentrum, dann, ostwärts auf der anderen Hafenseite, La Petite Afrique mit seinen Häusern direkt am Meer, drittens das Casiono-Viertel mit Le Bristol, einem der schönsten Belle-Epoque-Bauten der Umgebung,  und schließlich die Wohngegend namens Edouard VII, die ihren Namen dem Boulevard verdankt, der zur Moyenne Corniche hochführt.

«Nach einem schwierigen Jahr 2009 hat sich der Markt 2010 wieder erholt», sagt Brian Petoin von der Agence Bristol. Einen Quadratmeterpreis zu bestimmen, sei dennoch schwierig. «Wir haben ein enormes Preisgefälle; da fällt es selbst uns Maklern schwer, realistische Preise zu benennen.» Einige Eigentümer, so Petoin weiter, hätten für die aktuelle Marktsituation überzogene Preisvorstellungen.

Zu einigen Zahlen lässt er sich dann doch durchringen. So betrage der durchschnittliche Quadratmeterpreis für ein Appartement im Bristol 10 000 Euro – je höher die Etage, desto teurer.

«Nette» Häuser jenseits der Küste seien für 2,5 bis 6 Millionen Euro zu haben. Wer allerdings ein pieds dans l’eau im Petite-Afrique-Viertel sucht, brauche viel Glück.

Käufer seien heute in der Regel Ausländer – häufig Russen, seltener andere Osteuropäer, Belgier, Schweizer und Italiener.

Auch zu renovierende Objekte seien noch am Markt. So habe er etwa eine Belle-Epoque-Villa in petto für 2,3 Millionen Euro. «Der Preis ist etwas überteuert», sagt Brian Petoin. «Realistischer wären 1,8 oder 1,9 Millionen – und dann können Sie mit der Renovierung loslegen.»

Einheimische in Beaulieu seien eher konservativ, was Investment angehe, und würden ihre Häuser langfristig behalten.

In Ferienzeiten ließen sich gute Mietpreise erzielen – zwischen 650 und 700 Euro pro Woche bringe etwa ein gut gepflegtes studio mit Balkon während der Hochsaison, so Petoin.

Rar, aber doch vorhanden sei hier und dort Bauland in den Hügeln von Beaulieu. Die mairie selbst bietet ein Programm für einheimische Berufstätige an; andere Programme (Blue Square, Beaulieu-Plaza) böten Quadratmeterpreise zwischen 8000 und 15 000 Euro.

Das ehemalige Mercure-Hotel, ein Belle-Epoque-Gebäude, das um die vorletzte Jahrhundertwende entstanden ist, sei außerdem zur Résidence Victoria, einem Appartementhaus, umgebaut worden. Wer hier eine der Wohnungen erwischt, die zu 95 Prozent als Zweitwohnsitze genutzt werden, kauft sich friedliche Winterwochen gleich mit dazu.

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